Inhaltsverzeichnis für deinen Blog

Inhaltsverzeichnis
Foto: RainerSturm  / pixelio.de
Standardmäßig bietet Blogspot.de leider nicht die Möglichkeit ein Inhaltsverzeichnis auf Knopfdruck zu erzeugen, obwohl dies technisch heutzutage kein Problem mehr darstellt. Anfangs ist es sicher nicht schlimm, einen Blog ohne Inhaltsverzeichnis zu führen. Wenn aber die Zahl deiner Beiträge zunimmt, haben deine Leser unter Umständen Schwierigkeiten, nach für sie geeigneten Inhalten zu suchen. Natürlich gibt es auch noch andere Möglichkeiten des Navigierens, die ich hier auch vorstellen möchte, aber mir persönlich gefallen Inhaltsverzeichnisse, sortiert nach Kategorien am besten. In meinen Blogs, sind diese Seiten auch die am meisten frequentierten, was Beleg dafür ist, dass ich mit dieser kleinen Vorliebe durchaus nicht alleine da stehe.

Navigieren mit Hilfe von Labels


Labels sind Stichworte oder Schlagworte, die man jedem Post zuordnen kann. Dies geschieht bereits beim Erstellen eines Beitrags. Rechts im Menü kann man dann ein oder mehrere Labels eintragen. Soll später eine Navigation mithilfe von Labels möglich sein, muss hier auch etwas Sinnvolles eingetragen werden, damit alles funktionieren kann. Am besten, du überlegst dir vorher schon einmal eine geeignete Struktur. Ansonsten kommen im Laufe der Zeit sehr viele Labels zusammen und die gewünschte Übersicht geht schnell wieder verloren. Wenn du nun deinen Posts jeweils eines oder mehrere Schlagworte als Labels
zugeordnet hast, werden bei Aufrufs eines Labels später alle Posts gelistet, denen dieses Label von dir zugeordnet wurde. Blogger.com bietet hierfür ein spezielles Gadget an. Unter Layout/Gadget hinzufügen kann an gewünschter Stelle im Seitenlayout das Gadget "Labels" mit nur einem Klick eingefügt werden. An dieser Stelle erscheint dann die erwähnte Auflistung all deiner Labels. Bei Klick auf ein entsprechendes Label zeigt Blogger.com dann eine Übersicht aller Beiträge deines Blogs, die dieses Label enthalten. Sei aber besonnen bei der Vergabe von Labels und vergib sie eher wie Überschriften. Sie sind nicht zu verwechseln mit den sogenannten Keywords, die Google zum Zuordnen von Suchanfragen zu Webinhalten verwendet. Wenn du also glaubst, du müsstet möglichst viele, deinen Inhalt beschreibende Labels vergeben, dann bedeutet das später, dass deine Leser beim Anklicken verschiedener Labels, die sie interessieren könnten, womöglich immer wieder denselben Post angezeigt bekommen und das kann schnell nervig werden. Ich rate deshalb dazu, eher restriktiv mit Labels umzugehen. Deine Leser werden es dir danken, wenn du dir Gedanken um einen gewissen Bedienkomfort machst und deine Seite auch tatsächlich leserfreundlich gestaltest. Zur Veranschaulichung der Funktion "Labels" habe ich das Gadget in diesem Blog auf der linken Seite eingefügt.
Leider lassen sich Label nur bei Posts zuordnen. Beim Erstellen einer Seite hast du diese Möglichkeit nicht. Du wirst also später über die Funktion Label auch nicht zu deinen Seiten navigieren können.

Navigieren über die Archivfunktion


Standardmäßig bietet Blogger.com auch die Navigationsmöglichkeit über die sogenannte Achivfunktion an. Hierbei erscheint im Seitenmenü eine chronologische Auflistung deiner Veröffentlichungen, allerdings ohne thematische Zuordnung. Deine Leser haben hier lediglich die Möglichkeit, zu sehen wie viel Posts du in welchem Monat veröffentlicht hast und wie sie heißen. Zur Veranschaulichung habe ich hier in diesem Blog das Gadget "Archiv" aktiv gelassen. Normalerweise lösche ich das Archiv immer, weil ich der Meinung bin, dass es meinen Lesern keinen nennenswerten Mehrwert bringt. 


Inhaltsverzeichnis automatisch erzeugen


Wenn du bei der Vergabe deiner Labels strukturiert vorgegangen bist und jedem Posts auch nur ein überschreibendes Label im Sinne einer Kategorie zugeordnet hast, hast du die Möglichkeit, dein Inhaltsverzeichnis automatisch zu erzeugen. Du musst dich also nicht weiter mit der Erstellung und Ergänzung, dem Design und der Aktualität deines Inhaltsverzeichnisses beschäftigen. Alles was du tun musst, ist einen kleinen Codeschnipsel im HTML-Modus der entsprechenden Seite oder des entsprechenden Posts einzufügen. Ich finde dieses kleine Script sehr hilfreich, besonders, wenn mann schon einige Posts veröffentlicht hat und erst später zu der Ansicht gelangt, ein Inhaltsverzeichnis würde sich hier anbieten, so wie es bei mir der Fall war.
Folgenden Code kopierst du also auf die gewünschte Seite. Beachte, dass du den HTML-Modus eingestellt hast. Hier der Code:



<h3>Inhaltsverzeichnis</h3>

<script src="http://www.abu-farhan.com/script/daftarisiblogger/blogtoc-min.js"></script>

<script src="/feeds/posts/default?max-results=9999&amp;alt=json-in-script&amp;callback=loadtoc"></script>



Nachteilig bei dieser Methode ist, wie bei der Label-Methode auch, dass nur Posts erfasst werden. Deine Seiten bleiben in diesem Inhaltsverzeichnis ebenfalls unberücksichtigt.

Nachtrag: Seit einiger Zeit kennzeichnet der Browser Google Chrome ein so erzeugtes Inhaltsverzeichnis als Maleware, also als gefährlich. Ich kann aus eigener Nutzungserfahrung diesen Verdacht nicht bestätigen, kann aber aus diesem Grund das automatische Inhaltsverzeichnis nicht mehr empfehlen. Jeder deiner Leser würde mit dem Verdachtshinweis konfrontiert werden und das ist keine schöne Nutzererfahrung. Ich habe deshalb in all meinen Blogs die automatischen Inhaltsverzeichnisse entfernt. Warum ich dann diesen Absatz nicht einfach lösche? Nun, das kleine Script kann dir hilfreich sein, wenn du im Nachhinein ein Inhaltsverzeichnis für deinen Blog erstellen willst. Dann nämlich kopiert es dir schon mal alle Posttitel auf eine Seite. Es wird garantiert keiner vergessen und du kannst nun per "copy and paste" dein eigenes, handgemachtes Verzeichnis erstellen. Das bringt eine enorme Zeitersparnis.

Inhaltsverzeichnis manuell erzeugen


Es ist zwar keine besonders komfortable Möglichkeit, zu einem Inhaltsverzeichnis für deine Seite zu kommen, dennoch möchte ich sie hier vorstellen, weil ich sie selbst gern verwende und sie, wie ich finde, durchaus auch Vorteile bietet. Bei dieser Möglichkeit erstellst du ein ganz normales Dokument in Blogger.com, also entweder ein Post oder eine Seite. Ich verwende zumeist eine Seite und keinen Post, weil sie später die kürzere Adresse, also den kürzeren Permalink hat. Hier fügst du nun ganz normal im Textmodus die Links zu deinen einzelnen Seiten ein. Oben in der Werkzeugleiste gibt es hierfür die Funktion "Link einfügen". Hier hast du die Möglichkeit, deine Links zu maskieren. Manchmal ergeben sich ja schlecht lesbare, ellenlange Links, die wenig verständlich sind. Ich setze hier immer die tatsächliche Überschrift der verlinkten Seite ein oder denke mir bewusst eine andere, diese Seite beschreibende Überschrift aus. Das hat dann den zusätzlichen Vorteil, dass es für Google ein Link ist, der auf eine deiner Unterseiten verweist. Je mehr verschiedene Ankertexte (das sind die Beschreibungstexte in deinem Link, die später zum Anklicken erscheinen) auf deine Zielseite verweisen, umso höher ist aus Google-Sicht die Reputation für diese Seite und du erhältst eine bessere Platzierung in den Suchergebnissen.
Der große Vorteil dieser Methode ist: Du kannst deine Seite frei gestalten, kannst Bilder oder ähnliches einfügen, kannst die Texte nach Wunsch formatieren und bist auch sonst an keine Grenzen, außer die von Blogger.com gebunden. Das Inhaltsverzeichnis auf dieser Seite ist ebenfalls manuell erstellt worden.






1 Kommentar:

  1. Hallo Benno,

    ich räume meinen Blog derzeit etwas aus und um. Dabei muss ich leider auch die bittere Erfahrung machen, dass unüberlegtes vergeben von Labels eine Menge Arbeit nach sich zieht.
    Derzeit lösche ich ALLE Lables, nur um dann im Anschluss sinnvolle Lables zu vergeben. Auch ich sehe es eher so, dass pro Beitrag möglichst wenige Lables vergeben werden sollten. Das dürfte die Übersichtlichkeit fördern.
    Ich werde auch probieren maximal 8 - 10 Lables zu vergeben und meinen Lesern damit eine übersichtliche Möglichkeit bieten nach Themen zu filtern. Ich glaube wenn man erstmal 20 Lables angelegt hat überschneidet sich das eine oder andere dann doch mal unweigerlich.

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