Was ist Affiliate Marketing und wie verdient man Geld mit Partnerprogrammen

Affiliate Marketing - Verdienstmodelle
Foto: Tim Reckmann
Das Affiliate-Marketing ist ein spezieller Bereich des Internet-Marketing. Zum Affiliate-Marketing gehören zwei Parteien, die Publisher und die Advertiser. Beide gehe eine Partnerschaft ein. Publisher sind die, die Werbeanzeigen auf ihrer Website veröffentlichen. Advertiser heißen die Anbieter der Werbeanzeigen, also diejenigen, die etwas zu verkaufen haben. Die Partner, auch Affiliates genannt, schließen also einen Vertrag im Rahmen eines so genannten Partnerprogramms. Hierbei gestattet der Advertiser dem Publisher, zumeist mit vorgefertigten Links oder Bannern, auf seinen eigenen Homepages, Websites, Blog, Feeds und sonstigen Online-Inhalten, diese Werbung einzubinden.
Im Gegenzug erhält der Publisher für das zur Verfügung stellen seiner Website als Werbefläche eine Werbekostenerstattung in Form einer Provision in vorher festgelegter Höhe. Jeder veröffentlichte Link enthält eine ID-Nummer, wodurch der Advertiser einen getätigten Einkauf eindeutig dem jeweiligen Publisher zugeordnet werden kann. Es gibt Advertiser, die solche Partnerprogramme selbst auflegen und verwalten. Vielfach bedienen sich Advertiser aber auch sogenannter Affiliate-Portale, die ihnen die gesamte Affiliate-Logistik abnehmen. Und wie wird bezahlt? Es gibt verschiedene Vergütungsmodelle für Affiliate, von denen ich die bedeutendsten nun kurz vorstellen möchte.

Vergütungsmodelle für Affiliate


Die wichtigsten Vergütungsmodelle für Affiliate am Markt heißen:
  • Pay per Sale
  • Pay per Lead
  • Pay per View
  • Pay per Click

Pay per Sale


"Pay per Sale" heißt soviel wie: Gezahlt wird nur, wenn einer kauft! Sie ist nach meiner Erfahrung die verbreitetste Form der Bezahlung von Affiliateaktivitäten. Hierbei zahlt der Advertiser nur dann, wenn ein Kunde über deinen Link zu einem Kauf veranlasst wird und diesen auch tätigt. Eines der bekanntesten Partnerprogramme, das Partnerprogramm von Amazon funktioniert so. Hier erhältst du als Publisher dann zwischen 5 und 10% je nach Produktkategorie und Umsatz. Klicken deine Besucher nur, aber kaufen nichts, gibt's auch kein Geld. Hat der Kunde aber auf deinen Link geklickt, sich das Angebot angeschaut, entscheidet sich jedoch erst später zum Kauf, erhältst du dennoch deine, dir zustehende Provison. Moderne Internettechnologie macht es möglich. Die Fristen innerhalb der dieser Kauf statfinden sollte, sind verschieden, liegen aber in der Regel so zwischen 30 und 60 Tagen. 
Genau genommen verdienst du eine Provision, obwohl Amazon es Werbekostenerstattung nennt. Aber Werbekosten hast du ja nun einmal auch, wenn du nichts verkaufst.


Pay per Lead


"Pay per Lead" bedeutet soviel wie: Gezahlt wird nach erfolgter Kontaktaufnahme. Es reicht in diesem Fall also aus, wenn der Kunde über deinen Link Kontakt zum Anbieter aufnimmt und beispielsweise Antragsunterlagen oder weitere Informationen anfordert. Das Vergütungsmodell "Pay per Lead" ist unter anderem üblich bei der Vermittlung von Bank- oder Versicherungsprodukten. 
Bei dieser Variante bekommst du deine Werbekostenerstattung auch für den Fall, dass sich der Kunde am Ende doch nicht zum Kauf bzw. zum Abschluss eines Vertrages entschließen kann. Es geht dem Anbieter hierbei also nicht unbedingt darum, dass der Kunde auch Umsatz generiert, sondern es genügt, wenn er sich als potentieller Kunde zu erkennen gibt und seine Adressdaten hinterlässt. Nun kann er nämlich direkt mit Werbung kontaktiert werden. Mit dem Pay per Lead-Modell wird nicht direkt der Kundenumsatz honoriert, sondern der Erwerb einer Kundenadresse vergütet. Es ist also eher eine Art Adressenhandel. Die Provisionen fallen deshalb auch meist nicht so hoch aus wie im vorgenannten Fall des Pay per Sale-Modells.

Pay per View


"Pay per View" bedeutet soviel wie: Gezahlt wird schon für das alleinige Ansehen der Werbung. Es handelt sich hierbei um eine klassische Form der Affiliatevergütung. Allerdings trifft man heutzutage nur noch selten auf dieses Vergütungsmodell. Ich führe es hier deshalb nur der Vollständigkeit halber auf, weil du ja vielleicht doch noch ab und zu über diesen Begriff stolpern wirst.
Üblich beim Pay per View-Modell sind Abrechnungen pro 1.000 Bannereinblendungen. Die Vergütung ist aber eher gering und garantiert auf der anderen Seite dem Advertiser noch keinen Umsatz. Vermutlich ist deshalb Pay per View auch auf dem Rückmarsch.

Pay per Click


"Pay per Click" bedeutet soviel wie: Jedesmal wenn jemand auf deinen Werbelink klickt, klingelt bei dir die Kasse, unabhängig davon, ob etwas gekauft wird oder nicht. Bei diesem Modell geht es in erster Linie darum, den Anbieter bekannt zu machen. Natürlich sollen auch Umsätze generiert werden, aber bezahlt wird allein dafür, dass jemand über deinen Link auf die Seite des Anbieters wechselt. Pay per Click ist übrigens auch das Modell, das bei Google Adsense zum Einsatz kommt. Da auch bei diesem Modell für den Anbieter nicht sicher gestellt wird, dass auch tatsächlich Umsatz generiert wird, fallen auch hier die Klickpreise eher gering aus. Im Schnitt kann man mit Beträgen zwischen wenigen Cents bis zu einem Euro rechnen. Jedenfalls ist das bei Google Adsense so. Die Preise hängen ein wenig davon ab, welche Reputation deine Seite aus Sicht der Advertiser genießt. Es gibt aber auch noch andere Anbieter dieses Modells mit anderen Preisstaffeln.

Erfolgreich mit dem eigenen Blog


Egal für welchen Affiliateanbieter du dich entscheidest und welches Vergütungsmodell du am Ende auswählst, entscheidend für deinen Erfolg wird letztlich nur der Nutzergewinn deines Blogs sein. Niemand wird auf deine Werbung klicken, wenn er nach kurzer Zeit in deinem Blog feststellt, dass diese Seite nichts für ihn ist und er dann wieder abspringt, das heißt, deine Seite verlässt. Du musst versuchen mit ansprechenden Beiträgen die Besucher auf deiner Seite zu halten, je länger, desto besser. Wenn sich deine Besucher bei dir wohl fühlen, ist die Chance um ein Vielfaches höher, dass sie auch einmal einen Blick auf deine Werbung werfen, als im vorgenannten Fall. Google hat einmal die wichtigsten Eigenschaften einer guten Website in drei Worten zusammen gefasst: Content, Content, Content! Ich kann mich dem nur anschließen. Ich habe mehrere Blogs in Betrieb, verdiene aber auch nur wirklich mit denen Geld, wo ich mit Herzblut schreibe, wo das Schreiben, die Inhalte im Vordergrund stehen. Die Blogs, mit denen ich eigentlich "nur" Geld verdienen wollte, sind allesamt erfolglos geblieben, vermutlich weil es mir selbst am Ende an der nötigen Motivation fehlte.
Ab etwa 300 Besuchern pro Tag kannst deine Internetkosten wieder herein holen. Nach oben gibt es erstmal keine Grenze. Ich habe von Blogs gehört, die 100.000 Besucher pro Tag haben. Von solchen Blogs kann man ganz sicher leben. Ich blogge jetzt etwa anderthalb Jahre und habe täglich 1000 - 1500 Besucher. Bislang steigen die zahlen aber noch Monat für Monat. Man braucht zwar etwas Geduld, aber die zahlt sich dann am Ende auch aus - im wahrsten Sinne des Wortes...

Welches die besten Affiliateprogramme im deutschsprachigen Raum sind, erfährst du hier: Die besten Affiliate-Netzwerke.








1 Kommentar:

  1. Meiner Meinung nach gibt es hier ein Erfolgsrezept, welches man für jeden Blog ausrollen kann! Als Webmaster muss man hier mit vielen unterschiedlichen Formaten (Klick, Lead, Sale, View) jonglieren und die beste Lösung für die eigene Seite finden! Bei mir sind es Sales Programme, wo ich einen Cashback für das Shopping der Besucher bekomme!

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