Verdienstmöglichkeiten mit Google Adsense

Werbeeinnahmen mit Adsense
Foto: fritz zühlke / pixelio.de
Es gibt inzwischen viele Anbieter von Displaywerbung und einige von ihnen habe ich auch tatsächlich über längere Zeit ausprobiert, wie zum Beispiel Belboon, Superclix , Adiro, Contaxe, Adscale, oder Populis. Ich hatte bestimmt reichlich Geduld mit all diesen Kandidaten, jedoch habe ich sie mit Ausnahme von Adscale alle wieder abgehängt. Es ist schon nicht gerade viel Geld, das man mit Google Adsense verdienen kann, aber mit den anderen von mir getesteten Anbietern hat es sich für mich erst recht nicht wirklich gelohnt. Eigentlich hatte ich vor, meine Hinzuverdienstgrenze von 450 € monatlich, die ich als Rentner habe, auszuschöpfen. Doch bin ich hiervon leider weit entfernt geblieben. Es ist mir auch schleierhaft, wie andere Publisher es angeblich schaffen, hunderte von Euro mit Google Adsense zu verdienen. Aus meiner Sicht geht das nicht ohne die Mithilfe anderer.


Kann man von seinem Blog leben?


Ich arbeite jetzt seit zwei Jahren mit meinen Blogs. Der erste Blog über Depressionen ging im April 2012 online. Einige andere Blogs folgten ihm nach. Heute sind es neun verschiedene Seiten. Eigentlich sollte man meinen, dass man mit neun verschiedenen Blogs locker 450 € verdienen könne. Nun, vielleicht komme ich ja irgendwann noch dahin? Die Frage ist aber: Wann? Kein Unternehmer kann es sich leisten, so lange zu investieren, um in die Gewinnzone zu kommen. Die einzigen, die hier wirklich ordentlich verdienen zu scheinen, sind wohl die Werbeanbieter, denn sie leben von ihrem Geschäft. Ich kann das nicht. Du wirst es auch nicht können und ehrlich gesagt, ist mir noch niemand begegnet, der dies ernsthaft kann. Zwar gibt es einige wenige Blogger, die von ihren Blogs leben können, doch haben die allesamt neben Google Adsense auch noch andere Einnahmequellen, wie etwa Affilitymarketing, E-Books, bezahlte Artikel, Linkverkauf, Direktvermarktung von Werbeplätzen, Partnerprogrammen, bezahlte Vorträge und anderes. Nun könnte man auf die Idee kommen, einfach mehr in die Breite zu gehen. Wenn mit einem Blog nur ein Betrag x erwirschaftet werden kann, dann muss man eben mit mehreren Blogs online gehen. Im Prinzip würde das auch funktionieren. Aber realistisch betrachtet wirst du es nicht schaffen, mehr als sieben Blogs vernünftig zu bedienen. Allein bei dieser vergleichsweise geringen Anzahl müsstest du schon täglich einen neuen Post veröffentlichen, Samstag und Sonntag eingeschlossen, um wenigstens jeden Blog einmal wöchentlich mit neuem Content zu versorgen. Engagierte Blogger posten täglich. Hier werden einem irgendwie die Grenzen des Geschäfts schnell deutlich.


Wie viel Geld verdient mein Blog?


Mein ältester Blog "Was ist Depression" hat nach drei Jahren täglich etwa 1.700 Seitenaufrufe. Das ist nicht schlecht für einen Blog. Aber selbst, wenn die statistischen ein bis zwei von 100 Lesern auf die Google Adsense-Werbung klicken, komme ich so nur auf  20-30 Klicks am Tag. Multipliziert mit einem durchschnittlichen CPC (cost per click = Preis pro Klick) von 20 Cent, erreiche ich so gerade einmal vier bis sechs Euro am Tag. Im Monat sind das also 120-180 €. Meine übrigen Blogs erwirtschaften zusammen soviel in einem Monaten, wie mein erster Blog in drei Tagen schafft. Es mag sein, dass es hier noch Potential nach oben gibt. Genauso ist es aber auch möglich, dass die Themen, die mir liegen und über die ich dort blogge, für die Werbebranche eben nicht sonderlich interessant sind. Erschwerend hinzu kommt, dass es nicht gerade von Besuchern wimmelt auf meinen Seiten, was sich noch ändern kann, aber nicht zwangsläufig muss. Ich schreibe über Themen, die mir selbst etwas geben. Die Bezahlung ist sekundär. Natürlich würde ich mich freuen, wenn etwas mehr Geld herein käme, aber ich will das System nicht auf den Kopf stellen. Das Bloggen soll mir auch in Zukunft Freude bereiten. Ich will mich weder vom Mainstream noch von der zahlenden Industrie abhängig machen. Ich schreibe unzensiert, worüber ich mag, wie ich es mag und sooft ich es mag. Notfalls eben auch ohne Bezahlung.


Wie viel Geld verdienst du mit deinem Blog?


Eine einfache Formel eignet sich zur überschlagsweisen Ermittlung deiner Verdienstmöglichkeiten. 

Formel: Anzahl der Seitenaufrufe pro Tag / 10 = Monatsverdienst in Euro (+/- 30%)

In meinem Fall wären das bei 1700 Seitenaufrufen pro Tag, die mir mein Blogger-Dashboard ausweist, also 170 € im Monat. Eine durchaus realistische Zahl. Es war schon weniger. Es war auch schon mehr. Aber als Orientierung eignet sich dieser Wert ganz gut, denke ich. Die Seitenaufrufe bei Adsense weichen gewöhnlich von den Angaben in Blogger ab, da nicht jede aufgerufene Seite auch vollständig geladen wird. Manche Leser springen sofort wieder ab. Adsense zählt solche Seitenaufrufe im Gegensatz zu Blogger nicht mit. Natürlich kann das Ergebnis saisonal auch mal schwanken und selbst die Branche hat einen maßgeblichen Einfluss auf deinen Umsatz. Aber das findest du für deinen Fall schnell heraus. Dann kannst du den Verdienstfaktor leicht anpassen.


Wie viel verdiene ich mit Adscale?


Ich erwähnte eingangs, dass ich alle Werbepartner bis auf Google Adsense und Adscale wieder entfernt habe. Ist Adscale nun  eine Alternative zu Adsense? Versprochen wird ja immer viel. In der Realität sieht das oft anders aus. Ich verdiene mit Adscale etwa 20 Euro im Monat hinzu. Im Vergleich zu Adsense ist das erbärmlich, in meinem Portemonnaie allerdings ist es aber ein grüner Schein. Ich tue es, um meinen Gewinn etwas steigern zu können. Adsense erlaubt ja nur drei Anzeigen und einen Linkblog pro Seite. Also weiche ich hier auf andere Anbieter aus, von denen es auch noch weitere gibt. Manche gehen allerdings restriktiv bei der Auswahl ihrer Werbepartner vor. Hier und da wurde ich schon abgelehnt, weil ich etwa nicht genügend Besucher vorweisen konnte oder keine eigene Domain über meinen Blog gelegt hatte. Ich werde es zu einem späteren Zeitpunkt erneut versuchen und dann hier berichten.


Probleme mit Google Adsense


Aber auch mit Google Adsense ist nicht alles eitel Sonnenschein. Manchmal habe ich den Eindruck, Google streicht meine Einnahmen nach Belieben zurecht. Ich beobachtete des Öfteren, dass bereits gebuchte Klicks und Einnahmen kurze Zeit darauf wieder verschwanden. Angeblich streicht Google dann in betrügerischer Absicht gesetzte Klicks. Aber weder ich noch meiner Freunde, noch meine Verwandten tun dies. Wenn jemand auf meine Werbung klickt, sind es ganz normale User. Hier scheint mir etwas zu beliebig vorgegangen zu werden. Ich habe den Eindruck, dass Google generell auf die statistischen Mittelwerte herunter streicht, nach dem Motto: Das kann  ja wohl nicht sein! Das macht es jedenfalls schwer nachvollziehbar. Zur Abhilfe könnte ich mir eine Wiederholungsklicksperre pro Anzeige vorstellen. Das ist einfach umzusetzen und dann würde der Klick auch gar nicht erst doopelt oder dreifach gezählt werden. Bei anderen Anbietern von Bannerwerbung ist dieses Verfahren Standard. Warum ist bei Google alles so kompliziert? Soll die Abrechnung vielleicht nicht nachvollziehbar sein? Etwas mehr Tranzparenz wäre aus meiner Sicht hier wünschenswert. Und selbst, wenn die Klicks nicht gleich wieder gestrichen wurden und bis zum Monatsende im Konto stehen blieben, passierte es mir schon, dass dann noch etwa ein Drittel nicht zur Auszahlung kam - ohne Erklärung, ohne Begründung, einfach so. Das macht nicht wirklich Spaß. Dann können sie sich eigentlich ihr ganzes Dashboard sparen. Google begründet das pauschal so: "Die Berichte in Ihrem AdSense-Konto bieten Ihnen einen guten Einblick in die aktuelle Kontoaktivität. Ihre Einnahmen werden jedoch erst am Monatsende endgültig berechnet, wenn Korrekturen an Ihrem Konto vorgenommen werden. Dabei spielen Faktoren wie die verzögerte Verarbeitung unserer Datensätze, Abweichungen durch Aufrundungen und zusätzliche Maßnahmen zum Schutz vor ungültigen Klicks und Impressionen eine Rolle. Sobald die Einnahmen überprüft wurden, werden sie auf der Seite Zahlungen aufgeführt. Die Angaben auf dieser Seite entsprechen Ihren endgültigen Einnahmen, einschließlich aller Umsatzbeträge, die Ihnen für gültige Aktivitäten zustehen. Auf ungültige Klicks oder Impressionen zurückzuführende Umsatzbeträge werden den betroffenen Werbetreibenden erstattet." (Zitat Ende) Ich finde, hier machen die Leute von Google es sich ein wenig zu einfach.
Warum ich dennoch bei Adsense angemeldet bin? Nun, Adsense ist der Marktführer und zahlt trotz alledem immer noch am besten. Gäbe es eine ernsthafte Alternative zu Google Adsense, würde ich sofort wechseln. So bleibt mir vorerst weiter nichts übrig, als auf der Suche zu bleiben und die Geschäftsgebaren des Werberiesen eben so hin zu nehmen, wenngleich sich das auch nicht richtig für mich anfühlt.






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